Wasserzeremonie in der Weddern* bei Kollmar (Neuendorf)

November 2024
Heute beschießen wir zur Weddern* zu fahren (einen Zufluss zur Elbe), um dort eine Schwingungsmusterplatte "heiliges Wasser" dem Wasser zu übergeben.
 
Der Himmel ist stark bewölkt, aber das hält uns nicht ab. Das ist hier im Norden im November typisch und somit nichts Ungewöhnliches.
 
Kollmar ist das Dorf, wo Susanne aufgewachsen ist und Mona oft bei ihren Großeltern zum Spielen war. Außer für Frank, also sehr bekannt...
 
Als wir auf der Brücke der "Milt" stehen (die "Treckerspurstrasse" heißt so), fällt uns sofort auf, dass im Gewässer bläuliche Schlieren schwimmen und auch sonst sieht das Wasser nicht sonderlich gesund aus! (s. Foto)
 
 
Wir bereiten uns für die kleine "Wasserzeremonie" vor, Frank öffnet den heiligen Raum und Susanne übergibt die Platte dem Fluss.
 
Natürlich stehen wir noch ein paar Augenblicke auf der Brücke und beobachten die Weddern* und sehen dabei staunend wie die blauen Schlieren sich relativ schnell auflösen.
 
Das ist unfassbar!
 
Wir sind gespannt, was hier (wir wohnen ja nicht allzu weit entfernt) noch passieren darf und ziehen wieder von dannen.
 
*Der Begriff Wetterung, auch verkürzt Wettern, Wetter, Weddern oder Wedder, kommt aus dem Niederdeutschen und bezeichnet einen künstlich angelegten, geraden Vorfluter, der dazu dient, das Agrarland oder Marschland zu entwässern. Manchmal wurden auch bereits bestehende Fließgewässer zu Wetterungen ausgebaut, die dann keinen geraden Verlauf ausweisen, so etwa die Brookwetterung in der Vierländer Elbmarsch, die Harschenflether Wettern bei Stade oder die Kampritt Wettern in der Wilstermarsch.